Tonglen

 

Tonglen

Tonglen (Tibetisch. gtong len; „aussenden und aufnehmen“) ist eine Meditationspraxis aus dem tibetischen Buddhismus, bei der unser eigenes Mitgefühl geübt, erfahren und verbreitet wird.

Diese Mitgefühlspraxis dient der Erweckung von Bodhichitta (= Erleuchtungsgeist, Herz des Erwachens) und geht auf Atisha zurück, einem tibetischen Meister des 11. Jahrhunderts, der diese Methode aus Indien mitbrachte. Seine Anweisung ist ganz einfach: “Übe dich im Austauschen, im abwechselnden Nehmen und Geben. Tu das, indem du auf dem Atem reitest. Beginne das Üben des Austauschens mit dir selbst.”

Bevor du mit Tonglen beginnst verbinde dein Herz mit der Weite des Himmels. Aus diesem offenen Geist und Herzen heraus wendest du dich dem Leidhaften, Schmerzenden etc. in Dir oder den Menschen und Situationen um dich herum zu und nimmst in vollem Vertrauen auf die umwandelnde Kraft des Herzens mit dem Einatmen alles Dunkle, Schmerzhafte, Schwere und Leidvolle des Erlebens ins Herz. Mit dem Ausatmen gibst du alles Schöne, Liebevolle, Freundliche, Gute deines eigenen Erfahrens im Leben hinaus. Du lässt es in die Situation strahlen. Dabei ist es wichtig, immer zuerst mit dir selbst, mit deinen eigenen Gefühlen in genau dieser Situation zu beginnen. Von da aus kannst du dann das Mitgefühl auf alle Menschen und alle Situationen ausweiten.

Tonlgen wird in einigen unserer Meditationsveranstaltungen angeboten. Einfach die MeditationsleiterInnen vor Ort nach der Praxis fragen.

Pyar übermittelt und erläutert Tonglen immer wieder in ihren Retreats oder Satsangs.