Frieden

Frieden

Der Wahnsinn des Krieges löst Trauer und Schmerz in mir aus, wie in euch allen.

Heute, am 20. März, sah ich wie ihr alle in den Nachrichten Bilder von zuckenden Blitzen an einem grünen Nachthimmel – keine Menschen weit und breit auf den Bildern zu sehen – man hätte meinen können es sei ein Videospiel. Auch das ist erschreckend: Krieg auf dem Bildschirm – so sauber, ohne Tränen, ohne Schmerz, und wir alle können bequem zusehen.

Meine Fragen sind

was ist die Wurzel all dieses Wahnsinns nicht nur im Irak, sondern auch im Kongo, in Afghanistan, in China, in Korea und überall auf der Welt. Was treibt uns dazu diesem wunderschönen Planeten und uns gegenseitig ständig Leid zuzufügen?
was ist unser Anteil daran und was ist unsere Möglichkeit?

Als Ursachen finde ich wenn ich aus der Stille auf all dies blicke genau dieselben Wurzeln, die schon Buddha und alle Meister ausmachten: Gier und Verblendung.

Und unser Anteil daran ist unsere eigene Unbewusstheit, unsere Gier, unser Krieg im Kleinen. Und genau hier ist auch unsere Möglichkeit, denn die Welt ist wie ein Hologramm: im kleinsten Teilchen ist das Ganze enthalten.

Und die Medizin? Stille, Bewusstheit, Hingabe und Mitgefühl. Wenn wir in der Stille entdecken, dass jeder von uns komplett ist, dass in uns kein Mangel, sondern Fülle ist, dass Zufriedenheit unabhängig von äußeren Umständen oder Besitz ist, dann werden Gier, Neid, Hass überflüssig – verdampfen. Wenn wir in Bewusstheit wachsen und direkt erkennen, dass niemand eine Insel ist, sondern jeder und alles in ständiger gegenseitiger Beziehung und Abhängigkeit vernetzt ist – ohne Trennung ist, und wir diese Erkenntnis praktisch leben, dann… oh ja, ihr wisst was das für Folgen hat! Unser Verhalten, unser Umgang mit Ressourcen, unser Verstehen und Leben von Gerechtigkeit und Frieden im Großen und im Kleinen ändert sich in dieser Transformation vollkommen. Die jetzige globale Situation fordert uns alle zu dieser inneren Umkehr und Veränderung heraus. Und diese Herausforderung wird nur deutlicher durch die Unsicherheit, die Unübersehbarkeit der Vergänglichkeit, die uns vor Augen geführt werden und nicht Anlass zu Angst, sondern zum Innehalten sein sollten.

Alle Aktionen der Menschen, die den Frieden fördern wollen, seien es Demos oder Briefe oder Treffen, oder Plakate etc, sind wunderschön. Und es gibt noch etwas darüber hinaus: ein Netzwerk der Stille und des Friedens. Zu jedem Zeitpunkt sitzen auf diesem Planeten Menschen in Stille und Frieden in Meditation oder Gebet. Wann immer ihr in Stille und Frieden sitzt, seid ihr damit verbunden. Und die Kraft dieser Stille und Liebe ist groß.