Verunsicherung in der digitalen Welt und das Quaken eines Frosches

Verunsicherung in der digitalen Welt und das Quaken eines Frosches

Kürzlich las ich, dass es im 15. Jahrhundert durch die revolutionäre Erfindung des Buchdruckes in weiten Schichten der Bevölkerung zu großer Verunsicherung kam. Es wird beschrieben, dass die Menschen, die zuvor nur mündliche Information bekamen durch die Verbreitung von Druckerzeugnissen zunächst stark überfordert waren und nicht in der Lage zwischen wahr und unwahr zu unterscheiden, wenn sie unterschiedliche Ansichten zu religiösen oder politischen Themen in gedruckter Form lasen. Auch war die plötzliche Fülle an Information oft schwer zu verarbeiten. Man spricht im Zusammenhang mit der Erfindung des Buchdrucks von einer Medienrevolution. Mich erinnerte das stark an das was wir heute mit den digitalen Medien erleben. Ich jedenfalls bin oft überfordert in meiner Verarbeitungskapazität wenn ich versuche aktuelles Geschehen in den digitalen Medien zu verfolgen. Sicher ist diese Überforderung unseres Geistes eine der Ursachen dafür, dass Falschmeldungen sich so leicht und unkontrolliert verbreiten. Dieses Phänomen wiederum verunsichert uns zutiefst…

Was nun?

Mir hilft Folgendes:

1. Immer wieder zu Dem zurückkehren, was unumstößlich wahr und gewiss ist: Das unendliche Mandala des Raumes und die Grundlegende Gutheit aller Wesen

2. Immer wieder von da aus auf all das Wirr-Warr der Welt zu schauen (auch wenn sich daraus nicht unbedingt gleich Lösungen ergeben)

3. Immer wieder zu dem zurückzukehren was ich mit meinen eigenen Sinnen wahrnehmen kann – ein Vogelgesang, das Quaken eines Frosches, ein Lufthauch, ein Geschmack…. Das ordnet den Geist auf geheimnisvolle Weise 🙂

4. Immer wieder erinnern, dass wir auch Handy, Computer und sonstige Medien für Stunden, ja sogar für Tage ausschalten dürfen, durchatmen, aufatmen und einfach nur da sein. Je mehr wir uns von einfachem Da-Sein gönnen, desto klarer wird unser Geist sein.