Premdara

Als ich 2001 – vor jetzt 16 Jahren – zu dir, Pyar, kam, war ich auf der großen drängenden Suche. Ich hatte vorher schon Jahre beim Zen gesucht, dann Jahre in tibetischen Traditionen. Doch meine Fragen blieben – sie wurden eher mehr. Bei meinem ersten Satsang mit dir wurde mir klar, dass es gut wäre, erstmal all mein bisheriges Wissen zurückzulassen um völlig neu mit dir zu beginnen. Unwissend, leer, neugierig, fragend, offen für lebendige Erfahrung. Und du hast mich so angenommen, mich manchmal an der Hand genommen, ich fühlte mich (fast) immer richtig verstanden, hast immer meine eigenen Erfahrung geachtet und oft meine Fragen völlig überraschend und doch so einfach beantwortet.

Was mir an dir wohl von Anfang an bis heute am meisten gefallen hat und gefällt ist, dass du der „normalste“ Mensch bist, den ich kenne. Im Sinne von ungekünstelt, von gerade, von offen und ehrlich, sich zeigend – was auch immer gerade ist, schlicht und gleichzeitig hochintelligent und unangepasst. Dadurch konnte ich erst sehen, wie gekünstelt, manipulativ, um Liebe und Anerkennung kämpfend ich mich durchs Leben schlug und wie viele Illusionen ich für wahr hielt. Viel habe ich über dein „einfach so Sein“ verstanden, dein direktes Übermitteln. 1000 Dank – auch wenn diese Lektion manchmal schmerzlich war.

In den Retreats kam eine andere Art des Verstehens hinzu: Zen-Texte wurden plötzlich durchsichtig, tibetische Weisheiten eröffneten sich mir ganz innerlich als wahr und wirksam durch deine Präsenz und deine Worte. Extrem kostbar und fruchtbar für mich sind die stillen Zeiten der Meditationen mit dir und zusammen mit meinen Freunden auf diesem Weg, dieser wunderbaren Sangha.

Ich bin bei dir heimgekommen, alle Fragen sind verschwunden.

Was bleibt ist dieses wunder-volle Leben, freudig, mutig, ängstlich, glücklich, schmerzlich, ganz, durchdrungen, eingebettet und völlig eins mit dem „nackerten“ Gewahrsein, unendlich und unfassbar ….emaho …. und dies mal mehr – mal weniger erfahrbar im grenzenlosen Augenblick – aber das ist nicht mehr wichtig.

Weiterhin genieße ich die Zeit mit dir in Satsangs und Retreats, geliebte Pyar, und mit dieser Sangha, das ist Genuß vom Feinsten und ein endloses, kraftvolles, gemeinsames Tiefergehen – zum Wohle aller Wesen.

Emaho – in tiefer Dankbarkeit Premdara

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